Information Kampfkunst
Kyudan “Entwickle Deine Fähigkeit“” ist eine Kampf- und Selbstverteidigungskunst und basiert auf einem einzigartigen Bewegungskonzept, dass eine blitzschnelle und wirksame Selbstverteidigung ermöglicht.
Der japanische Begriff „Kyu“ steht für die Entwicklung und Bereitschaft des ständigen Lernens und der Selbstreflektion sowie für einen allumfassenden Entwicklungsprogress in der Kultivierung von Körper und Geist, der die Kampfkunst zur Lebenseinstellung werden lässt.
„Dan“ hingegen bezeichnet die “erworbene Fähigkeit“ und steht für das Beherrschen und das Bewusstsein der Meisterung über sich selbst und kann im Leben nur in ständiger Disposition zu „Kyu“ stehen.
Durch die Verbindung von Methoden aus Psychologie und Körperarbeit beantwortet Kyudan als Kampfkunst Fragen, die so bisher nicht beantwortet wurden. Althergebrachtes Wissen und moderne Methoden und Erkenntnisse werden hierbei durch ein neues Konzept verwirklicht.
Kyudan repräsentiert ein ausgeklügeltes Konzept, um einen körperlich stärkeren Angreifer sicher zu begegnen. Als Selbstverteidigungskunst bricht Kyudan dabei die Fesseln alter Traditionen, indem sich Kyudan konzeptionell mit mehr mit logischen und praktischen Methoden beschäftigt.
In einem tiefgreifenden Prozess erfährt ein Teilnehmer sich auf eine Reise zu begeben und sich selbst zu entdecken.
Als Kampfkunst lehrt Kyudan das Attackieren lebenswichtiger Zonen durch hämmern, stoßen, stechen und peitschen und wie man einen Angreifer manövriert, um ihn unwissentlich in eine prekäre und verwundbare Position zu setzen.
Viel Wert wird dabei auf die Komposition der Reihenfolge und später auf die Verlängerung von Bewegungsfolgen (Extensionen) gelegt. Techniken sind dabei nur Mittel zum Zweck. Entscheidend ist vielmehr das Verständnis und die Idee, die einer jeden Technik zugrunde liegt.
Physische Ressourcen sollen ökonomisch und somit sparsam genutzt werden, um keine körperliche Erschöpfung zu riskieren. Neben der Gewinnung einer neuen physiomentalen Leistungskraft steht die Aufmerksamkeit und Selbstbeobachtung im Mittelpunkt aller Aktivitäten.
Eine besondere Charakteristik ist dabei das Denken in Prinzipien. Man könnte dies auch als Weisungen oder Orientierungshilfen bezeichnen. Ein entscheidender Vorteil ist die Allgemeinheit, Allgemeingültigkeit und Übertragbarkeit.
Kyudan ist ein Prozess, indem man unweigerlich erfährt, dass der wahre Gegner nur in sich zu finden ist und ein jeder Kampf im Leben somit nur gegen sich selbst gerichtet sein kann!
Bewegungsabläufe dienen in allen Aufgabenstellungen als ideales Instrument dieser Selbsterfahrung. Entgegen starrer Muskelkraft wird die Elastizität des eigenen Bewegungsapparates genutzt.
Die Wirksamkeit von Kyudan liegt in der Kombination von speziellen Techniken und Bewegungsabläufen die erst im Zusammenspiel miteinander ihre volle Wirkung entfalten und eine neue Kraft und Geschwindigkeit schaffen.
Kyudan führt zu mehr Flexibilität, Elastizität und Muskelbalance und zeigt auf, dass mentale Grenzen durch fortführende Bewegungsabläufe immer wieder überwunden werden können. Systematisches initiieren von Erfolgskreisläufen schaffen ein neues Gefühl von innerer Kraft und Selbstsicherheit.
Prinzipien die einem das „Was“, „Wie“ und „Warum“ einer Technik und Bewegung näher bringen sollen sind bedeutend und helfen einen beschleunigten Lernerfolg zu erzielen. Dabei fordert Kyudan auf in einen inneren Dialog zu treten, um das maximale Potential aus sich und seinen Tun herauszuholen.
Die Kampfkunst Kyudan ist ein Studium von Bewegungsabläufen und zeigt, wie ein Mensch durch ein Zusammenspiel von Aktion und Reaktion in der Lage ist, sich gegen einen oder mehrere Angreifer wirksam zu verteidigen. Jede Bewegung löst eine bestimme Reaktion aus, jede Reaktion löst wiederum die nächste Bewegung aus.
Auch wenn Kyudan traditionelle Aspekte aus den längst vergessenen Kampfkünsten bewahrt, ist Kyudan an die Bedürfnisse stark geforderten Menschen von heute angepasst. Mentale Schranken und Widerstände sollen überwunden und aufgelöst werden.
Das Kampfkunst Training erfordert trotz lockerer Haltung eine innere Spannung im Körper aufzubauen. Bewegungsfolgen dienen Schwung- und Torsionskräfte zu initiieren. Gleichgewicht, Mitte und Schwerkraft in der Bewegung bilden die Basis für Effektivität und Kraftexpansion.
Techniken werden weder zurückgezogen noch angehalten, sondern in linearen und zirkularen Bahnen weitergeführt, um ein erneutes Ziel im selben Moment zu erreichen.
Die Hände an den Hüften zu lassen wie in den klassischen Kampfsportarten ist für die Selbstverteidigung nicht praktikabel und macht einen Menschen anfällig für die Schlaghand eines Angreifers. Der Mensch verfügt über 43 Waffen, wobei die Hände die beste Waffe sind.
Bei einem tatsächlichen Angriff, kann demnach nur der schnellste Weg auch der Richtige sein. Somit werden nicht nur die Hände, sondern der gesamte Körper als Waffe betrachtet.
Ein besonderes Merkmal liegt im simultanen Handeln und koordinieren von Abläufen, die dem Bewegungskonzept zugrunde liegen.
Teilt man den Körper eines Angreifers in drei Ebenen (Kopf, Rumpf und Beine), so dient das Bewegungskonzept und seine Kombinationen alle drei Ebenen gleichzeitig anzusprechen, um einen Angreifer in jeder Hinsicht zu überwältigen. Blitzschnelle und wirksame Techniken werden mit 90 Grad Kurven weitergeführt, um schnellstmöglich ein erneutes Ziel zu erreichen. Erneute Ausholbewegungen werden dadurch überflüßig und eingespart, was eine effektive Selbstverteidigung erst ermöglicht!
Durch das Hinzufügen weiterer Techniken in nur einem Flow, werden zugleich mehrere Brennpunkte angesprochen und die Dichte komprimiert. Die Gleichzeitigkeit spielt somit eine essenzielle Rolle.
Diese maximale Reizüberflutung, als Verteidigungskonzept in Form eines Gegenangriffs, fördert ein hohes Maß an Multitasking Fähigkeit und wird durch das Bewegungskonzept ermöglicht. Kyudan zeigt somit, wie mehrere Ideen in einem Augenblick Verwendung finden und ausgedrückt werden können.
Verschiede physikalische Kräfte werden multipliziert und kommen erst im Zusammenspiel zur vollen Entfaltung.
Die Lernweise ist die dem Jazz vergleichbar und entspricht einem Triolenrhythmus.
Das Körpergewicht soll in jede Bewegung transportiert werden. Somit
steht hinter einem Schlag nicht nur die Hüft-, Schulter- und Armkraft, sondern die beschleunigte Gesamtmasse des Körpers. Die Geschwindigkeit wird dadurch erhöht und das Aktionszeitfenster verkleinert. Kürzeste Bewegungsabläufe und mechanisch günstige und ergonomische Bewegungen potenzieren dabei die Kraft (F) mal Weg (x) pro/geteilt durch Zeiteinheit (t) (F∙s)/t.
Je kleiner also das Zeitfenster, desto höher die Leistung bei gleichen Krafteinsatz. Somit ist auch ein physisch schwächerer Mensch in der Lage mit einem Schlag die gleiche Leistung zu erbringen, wie ein durchtrainierter Leistungsboxer!
Die im Kyudan zur Anwendung kommenden Grundtechniken gliedern sich in „Fünf Elemente“. Diese fünf Elemente oder Prinzipien sind: Metall, Wasser, Holz, Feuer und Erde.
Man kann diese auch als Kraftvektoren übersetzen: Jeder dieser fünf Kraftvektoren besitzt eine eigene Kraft. Metall bricht, Wasser umgeht, Holz federt, Feuer explodiert und Erde erstickt. Das Verständnis einer Technik wird durch die Anwendung der einzelnen Elemente unterschieden, vertieft und verstanden.
Kyudan befähigt die körperlich-mentale Einheit im Fluß einer Körperbewegung zu harmonisieren. Diese ganzheitliche Konzentration von Körper, Geist und Mitte wird auf alle Bewegungen ausgerichtet. Jede Lernphasen ist dadurch gekennzeichnet, dass alle Aktionen durchweg entspannt (flexibel) ausgeführt werden müssen, um den Körper im Gleichgewicht zu halten. Im Moment des Treffens von Zielen, soll die maximale Kraft durch eine kurzweilige Anspannung erreicht werden.
Die Grundlage eines jeden Trainings bildet das Beherrschen von acht Richtungen im Kreis um eine sichere Koordination im Raum zu ermöglichen. Ziel ist es, sich spontan und reaktionsbezogen in acht Richtungen sicher zu bewegen, um Übergriffe aus jedem Winkel beantworten zu können.
Ausdauer, Reaktion und Konzentrationsfähigkeit durch ausgewogenes Üben verbessert das Körpergefühl und ermöglicht erst das gewünschte Ergebnis zu erzielen.
Techniken dienen die unterschiedlichen physikalischen Gesetze und Prinzipien zu verinnerlichen und eine optimale Körperbeherrschung zu erzielen. Äußerste Konzentration ist erforderlich. Die Aufmerksamkeit liegt immer auf Rhythmus, Schnelligkeit und Präzision.
Ausdauernde und akrobatische Kämpfe hingegen sind eine reine Erfindung der Filmindustrie.
Das Kampfkunsttraining ist von Reaktionsübungen dominiert, bei dem bestimmte Bewegungsmuster wiederholt werden sollen. Je nach der erfolgreichen Bewältigung von Aufgaben variiert dabei die Geschwindigkeit, Intensität wie auch Komplexität. Ziel ist durch Wiederholungen bestimmte Muster zu konditionieren, die im Ernstfall unbewusst abgerufen werden können.
Die Kampfkunst Kyudan vermittelt das Wissen über die Anwendung und den Gebrauch von Spannung (halten) gegenüber der Entspannung (loslassen) intuitiv zu nutzen. Beide Kräfte werden gleichermaßen benötigt, um sich Situationen entsprechend anpassen zu können. in erfolgreiches Handeln liegt darin, die Gegensätze beider Kräfte den Umständen entsprechend wechselseitig zuordnen zu können, um eine koordinierte Wechselwirkung der Gegensätze zu bewirken. Im Lauf der Zeit entwickelt ein Mensch daraus die Fähigkeit beide Kräfte miteinander zu ergänzen und je nach Situation im richtigen Verhältnis erfolgreich anzuwenden. Hierbei werden nicht nur die körperlichen, sondern auch die mentalen Fähigkeiten geprägt.
Die Ausnutzung der inneren (entspannten) Kraft ermöglicht leichteste Krafteinwirkungen zu erfühlen, zu umgehen und zu paralysieren. Bestimmte Berührungen und Impulse helfen schnell und reflexartig zu reagieren, da der taktile Sinn der zuverlässigste aller Sinne für eine wirksame Selbstverteidigung ist.
Das Nehmen, Mehren und Lenken von Kräften spielt eine wichtige Rolle. Obwohl die Grundlagen im Kyudan schnell erlernbar sind, erfordert gerade dieses Gefühlstraining viel Übung, damit es sinnvoll zum Einsatz kommen kann. Deshalb wird in Partnerübungen mit verbunden Augen gelernt leichteste Krafteinwirkungen durch “Erfühlen” zu “Erahnen”.
Ebenso gehört das Wissen um die vitalen Punkte des menschlichen Körpers und ihre Anwendung. Dabei werden Erkenntnissen der Akupunktur in Verbindung der westlichen Neurologie genutzt, um Vorgänge des menschlichen Körpers zu beeinflussen.
Die Anwendung dieses uralten Wissens – über Druckpunkte, die Schmerz, Gleichgewichtsstörungen, Kraftverlust bis hin zum Verlust des Bewusstseins führen – sind heutzutage selbst in Asien kaum noch zu finden. Dazu gehören Techniken die Trauma, Gewebsverletzungen, Nervenschock und Muskelverletzungen verursachen. Dieses Wissen über Anwendung und den Gebrauch zeigt, wie man mit einem geringsten Kraftaufwand einen Menschen immobilisiert.
Die Punktgenauigkeit ist entscheidend, da die Wirkung auch von einem korrekten Winkel bestimmt sein muss. In der Selbstverteidigung muss somit Krafteinsatz nicht hoch sein, da entsprechende Punkte sehr empfindlich reagieren. Selbst ein kleines Kind oder ein alter Mensch kann diese Technik anwenden.
Unter dem Prinzip “fangen” und “halten” fallen diverse Greif-, Halte- und Wurftechniken. Diese sind bedeutend, da sie Ankündigung und zugleich die Methode eines Angreifers darstellen können. Diese Techniken finden auch deshalb Beachtung da sie ermöglichen, einen Gegner ohne größere Schäden in eine unfähige Position manövrieren. Sie müssen schnell und sicher ausgeführt werden.
Kyudan verfügt über Lösungen gegen nahezu alle Angriffsarten, deren Ausführung eine Schulung des gesamten Körpers sowie eine besondere Ausformung des Geistes bildet.
Kyudan verhilft zur Optimierung sportlicher Bewegungsabläufe und nutzt mentales Training um Erfolge in kurzer Zeit zu erzielen. Dies verhilft zu schnellen Fortschritten und vermeidet gleichzeitig monotone Wiederholungen. In dieser Form des Trainings werden Handlungsabläufe durch die eigene Vorstellungskraft erlebt und im Wechsel durchgeführt. Die erzielte Wirkung hängt spürbar davon ab, wie klar die Vorstellung gelingt die inneren Prozesse nachzuempfinden. Daher ist ein ständiger Wechsel zwischen mentalen und körperlichen Aufgaben wichtig, um beide Aspekte einander abgleichen zu können.
Innerhalb der Ausbildung wird das richtige Reagieren unter Stress trainiert. Stress zeigt sich in kognitiven, emotionalen, muskulären, vegetativ-hormonellen und sozialen Reaktionen. Diese spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physische Reaktionen, befähigen zur Bewältigung besonderer Anforderungen.
Eine Stressreaktion ist ein subjektiver Zustand, der allein aus der Befürchtung entstehen kann. Stress ist also die Anpassung des Körpers an Auslöser aber kann ein Motor zu Höchstleistungen sein.
Im Gehirn wird die relativ langsame Verarbeitung des Großhirns in seinem Einfluss zurückgedrängt und schematische Entscheidungsmuster des Stammhirns mit Vorrang genutzt. Eine präzise Einschätzung einer Gefahrensituation ist demnach nicht abhängig vom Großhirn, weil dieses zu langsam ist Lösungen auszugeben.
In einer Notfallsituation muss daher eine blitzschnelle Entscheidung in nur einem Augenblick gefällt werden. Dies ist erlernbar, sofern positiv initiierter Stress im Training mit neu erlernten Mustern durch Wiederholungen verknüpft wird.
Natürliche und instinktive Reaktionen werden berücksichtigt und sinnvoll mit eingebunden werden. In der Kyudan Kampfkunst führt das Lernen unter positiven Stress zu schnelleren Erfolgen. Interventionen helfen Fehler in Haltung und Ausführung zu beseitigen und ermöglichen schnellere Lernerfolge zu erzielen.
Kyudan verhilft zur Konzentration auf alltägliche Handlungen. Die Schulung der Aufmerksamkeit und Selbstbeobachtung stehen somit im Mittelpunkt. Spontane und intuitive Fähigkeiten können deutlich verbessert werden. Durch das regelmäßige Training kommt die alltägliche Flut von Gedanken zur Ruhe und sind das Ergebnis intensiven Übens. Nur wenige Menschen erreichen durch die Ausübung der Kampfkünste die Erfahrung der Nicht-Dualität.
Kyudan lädt auf eine spannende Entdeckungsreise ein die neue Impulse gibt. Als Brücke zwischen dem Alten und der Moderne komplettiert Kyudan “Unvollständiges” und pflegt dabei längst “Vergessenes” und führt zu einem tiefen Verständnis über die Einheit von TUN und SEIN.
Wenn Du einem Menschen eine Waffe in seine Hände legst, was wird er damit tun?
Einer der wichtigsten Aspekte innerhalb der Kyudan Kampfkunst stellt die Entwicklung der Persönlichkeit durch Verantwortung und eine positiv ausgerichtete Lebenseinstellung dar.
Da der Besitz von Macht ein hohes Maß an Verantwortung erfordert, muss zwangsläufig eine ethisch- und moralisch geprägte Einstellung das Fundament hierzu bilden.
Somit stellt Grundideen der Kampfkünste wie Charakterfestigkeit, Entschlossenheit und moralische Stärke eine essenzielle Rolle innerhalb einer Ausbildung dar.
Achtung, Respekt und Mitgefühl gegenüber Mitmenschen sowie Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt schaffen ein neues Bewusstsein von Verantwortung und Selbstdisziplin. Die fernöstlichen Kampfkünste vermittelten seit jeher den Weg ein sinnvolles Leben zu führen, mit Fairness und Gerechtigkeit zu leben, durch Willen und Ausdauer Hindernisse zu überwinden, Mut und Selbstvertrauen zu entwickeln und sich in Bescheidenheit und Toleranz zu üben.
Unter Menschenwürde wird die Vorstellung verstanden, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder anderer Merkmale wie Geschlecht, Alter oder Zustand den selben Wert haben, da sie sich alle durch ein dem Menschen einzig gegebenes schützenswertes Merkmal auszeichnen.
Achtung und Wertschätzung der Würde und die Entwicklung eines Bewusstseins von Zivilcourage zum Schutz vor Verletzung dieses Achtungsanspruch ist bedeutend.
Die Unantastbarkeit der Würde eines Menschen muss somit auch oberster Grundwert einer Kampfkunst sein und unter allen Umständen geschützt werden. Jedes Menschenleben ist gleich wertvoll, jeder Mensch besitzt die gleiche Würde und jede Form der rassistisch motivierten Diskriminierung verletzt die Menschenwürde.
In der Kyudan Kampfkunst steht daher die Würde als wichtigstes Grundprinzip. Mit der inneren Haltung und der Überzeugung, dass das wichtigste im Leben eines Menschen andere Menschen sind, kann eine gesunde Lebenshaltung nur darin liegen, nicht nur sich selbst, sondern auch anderen zu helfen und in Frieden und Harmonie mit seiner Umwelt zu leben. Somit führt das Erlernen einer auf ethischen Grundsätzen basierende Kampfkunst zu einer gefestigten Persönlichkeit, die nach einem Leben mit friedlichen Lösungen im Umgang miteinander strebt.
Das gegenseitige Helfen und Verstehen führen zum beiderseitigen Fortschritt und Wohlergehen und führt zum bestmöglichen Einsatz von Körper und Geist. Ziel ist es, diese Prinzipien als Haltung in sich zu tragen und bewusst in jedem Sein zum Ausdruck zu bringen.
Die Auslotung der eigenen physischen und psychischen Grenzen, sollen im sprichwörtlichen „Kampf mit sich selbst“ erfahrbar gemacht und soweit möglich überwunden werden.
Die wahre Meisterschaft kann daher immer nur darin liegen, Situationen zu beherrschen ohne kämpfen zu müssen! Die grösste Herausforderung besteht somit darin, das eigene Ego zu durchschauen und zu überwinden. Erst dadurch gewinnt ein Mensch nach und nach aus eigener Stärke heraus an Großzügigkeit und Toleranz gegenüber seinen Mitmenschen.
Die Zuwendung zu anderen Lebewesen in Sorge und Solidarität erwächst aus der inneren Einsicht im Laufe der Zeit.
Dieser Aspekt symbolisiert in der Kampfkunst Kyudan der Löwe. Als Zeichen von Würde bezieht dieser seine Kraft aus seinem Glauben an sich und steht als Zeichen, niemals im Leben aufzugeben, ganz gleich wie aussichtslos eine Lage erscheinen mag.
Großzügig zu sein und immer nach dem Möglichen zu fragen, als sich damit aufzuhalten was nicht möglich ist.
Gleichzeitig repräsentiert der Löwe das Prinzip des Schaffens, was durch die Überzeugung ausdrückt wird; niemals im Aufbau der eigenen Existenz das Leben anderer zu benachteiligen oder gar zu zerstören.
Der Löwe hat keine natürlichen Feinde und ist sich seiner Macht wohl bewusst. Selbst in einer Grenzsituation ist er aufgrund seiner besonderen Fähigkeit niemals gezwungen bis zum äußersten zu gehen.
Jeder kann sich ändern und verdient die Chance die Sinnlosigkeit seiner Absicht für sich selbst zu erkennen.
Als Sinnbild steht der Löwe für die Eigenschaften von Mut, Hingabe, Gerechtigkeit und Entschlossenheit und repräsentiert das Herz und das Persönlichkeitsideal der Kampfkunst Kyudan.

